So manchmal kommt man ja ins Grübeln. Nicht konkret sondern ganz allgemein. Über die Gesundheit und so. Mache ich genug für meinen Body? Ist mein Sixpack noch genug definiert? Ist mein Körperfettanteil noch unter 10%?
'Shit the wall on' dachte ich mir. Bestimmt nicht. Also was machen?
Irgendwie gesünder leben, denn kann soviel Bier auf die Dauer gut sein? Nein! Ans Bier gehe ich nicht ran. Auf gar keinen Fall.
Also was anderes. Aufhören zu rauchen? Guter Witz.
Weniger essen und gesünder ernähren? Vielleicht.
Joggen? Hmmm....joggen? Wäre was. Soll ja in Mode sein. Machen ja jetzt alle. Irgendwie. Mehr oder weniger. Aber wo? Wo sind denn gute Strecken zum laufen? (Is natürlisch ne rethorische Frage, hab' ick vorher schon jecheckt). Na ich teste sie mal, dachte ich mir. Und hier ist er, der aktuellste Jogging-Strecken-Report ever aus Neukölln. Lehnt euch zurück und genießt:
Tempelhofer Freiheit (dann Neukölln, wenn man mit einem Fuß in Neukölln und mit dem anderen in Tempehof joggt. Ist natürlich nur rein theoretisch möglich)
Immer wieder Wow! wenn man das ehemalige Flugfeld Tempelhof betritt. Eine solche freie unbebaute Fläche lässtauch den Kopf frei werden. Als Jogger möchte man sofort alles erlaufen. Und es wird einem geholfen. Der Rundkurs ist mit Kilometerangaben verziert. Es sind fast 6 km ein drumherum. Die ehemaligen Start und Landebahnen sind mit Zeiten beschriftet, die wahlweise ein Geher, ein Jogger oder ein Fahrradfahrer benötigt diese abzugehen, abzurennen, abzufahren. Und alles ist sehr eben. Bei wil Glück ist gerade im Flughafengebäude irgendein Festival und man kommt in den Genuß guter Musik und kann dirket vom Sport in das Party-WE starten. Neuköllsch's Urteil: Allet Jut!
Landwehrkanal
Liegt nun mal am nächsten zu meiner Butze und wird daher auch am häufigsten von mir Frequentiert. Weiß der Deibel, warum man sich als Jogger immer Sandwege in der Natur sucht, aber das Landwehrkanalufer ist davon halt umgeben. Und es gibt ein wenig natur. Ausserdem ist man beim Joggen nicht alleine. Am WE wird es manchmal schwierig, da viele Neuköllner mit Ihren eingeflogenen Eltern spazieren gehen, um ihnen zu zeigen, wie schön es doch eigentlich in Neukölln sein kann. Arme Irre! Um sich dort durchzujoggen muß man hellwach sein, muß Situationen schon 20 m vorher erkennen um daruf zu reagieren. Muss Tempi wechseln können. Muß springen, Hacken schlagen und flexibel die Strecke wechseln können. Neuköllsch's Urteil: Meißtens allet Jut!
Hasenheide
Bin ich nicht so oft. Aber der Park ist großartig. Hier kann man auch mal bewusst eine Steigung gehen, um sich für einen Lauf vorzubereiten. Kleine intensive Übungen und so. Aber der Großteil ist flach und gut zu laufen. Umsäumt von Wiesen und Wäldern. Und wenn es reicht, und wenn es Zeit ist, dann geht man in die Hasenschänke zum Sportlerbier....mmmhhhh....lecker!
Und das Gesamtgefühl? Willste Joggen komm' nach Neukölln, willste Bier trinken komm' zu Neuköllsch!!
Gibts Fotos von den Strecken? Nein. Irgendwie komme ich nie dazu dabei Fotos zu schießen. Aber es gibt Fotos von der Inspiration. Vom Marathon 2014, an dessen Strecke ich Freunden beim Laufen zugesehen, und auch ein wenig zugejubelt habe. Natürlich am Hermannplatz:
Prost, Neuköllsch!