9/22/2014

Wie man in Neukölln vom Laternenmast zum Bier kommt

Tja Leute, wie es halt so ist, wenn man durch Neukölln schlendert. Oder flaniert man schon? Anyway, ich schlendere. Also wenn man da so lang schlendert durch Neuköllns Straßen, da guckt man ja auch ein bischen. Wer kennt das nicht? Und letztens beim Schlendern, da blicke ich mal zufällig nach oben. Und was sehe ich? Einen Laternenmast:


Denke ich mir aber auch erst nichts dabei. So ein alter Laternenmast. Gibts davon nicht schon genug? Nee, schießt es mir auf einmal durch den Kopf. Nicht so einen wie den da. Da iss ja nen' Aufkleber dran, denke ich mir da so. (Berufskritiker könnten jetzt einwenden, dass an jeder Neuköllner Laterne unzählige Aufkleber kleben. "Aber nicht so einer!" würde ich antworten).


Also gehe ich hin zu der Laterne, um zu sehen was das für ein Aufkleber ist. Und was lese ich? "Hipsterfreie Zone" Gibt's ja nicht, denke ich mir. Hier, in Neukölln? Ist doch wohl ein Witz. Entweder ist das der Versuch einer Feststellung oder ein Aufruf. Was anderes kann es ja nicht sein. Falls es eine Feststellung sein soll, dann sollte der- oder diejenige sich oder Neukölln einem intensiven Realitätscheck unterziehen. Denn Neukölln ist zur Zeit Hipster as Hipster can be. Dann, denke ich mir, dann kann es nur ein Aufruf sein. Aber warum? Also gehe ich noch ein Stück näher ran, um zu sehen von wem oder was.
 



 Und dann lese ich, dass der Autor Tobias Kunow ist. Und es ist gar kein Aufruf, sondern sein neuer Roman.Vielleicht ein Roman über Neukölln? 'Jibts ja nich', denke ich mir.

Und ich bin so verwirrt, dass ich erstmal ein Foto schießen und das Wegebier öffnen muss, dass ich die ganze Zeit in der Hand halte.Vielleicht lese ich Deinen Roman ja mal, Tobias. Prost, Dein Neuköllsch!



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Dis is aber am Kotti!